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Fitnesskajak oder Marathonkajak

geschrieben von Ursen 
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
24. Juni 2015 20:51
Salü Urs,
nette Aussicht. Und passend dazu E 1027 von Eileen Gray und LC4 von Corbusier. Zum Boot kann ich leider nichts sagen aber ich
wünsche Dir viel Spass damit !

Rudi
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
24. Juni 2015 22:10
Zitat
Ursen
Heute erst 11 mal gekentert, am Mittag 1 Stunde unterwegs gewesen, am Feierabend eine Stunde und jetzt geh ich gleich nochmal. Leider sind nun bei schönem Wetter wieder viele Boote unterwegs und es ist entsprechend wellig.

Mehr Stabilität bekommst Du, wenn Du den Schwerpunkt tiefer legst = Seriensitz ganz nach unten verstellen, falls verstellbar.
Oder den Seriensitz ganz rausnehmen und erstmal nur auf ein dünnes Polster/Schaumstoffmatte setzen. Kannst auch mal im Forum nach bumfortable suchen bzw. direkt auf die Herstellerseite des Sitzes gehen. Du bräuchtest dann den Sitz mit dem flachen Boden.
Auch die laterale Änderung der Position des Sitzes (in cm-Schritten vor oder zurück) kann die Stabilität verändern - einfach mal probieren.
Dann würde ich noch eine gut passende Zugrolle installieren, falls noch nicht in dem Boot vorhanden. Die gibt Dir auch Stabilität wegen besseren Bootskontaktes, ähnlich wie die Klickis beim Rennrad.
Das wird schon...

Wackelpeter,
der auch mal wackelnd angefangen hat winking smiley
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 08:14
Vielen Dank. Der Sitz (ich nehme an Seriensitz) ist schon in der tiefsten Stufe (Skala -1). Vorne habe ich Fussschlaufen, aber die habe ich momentan noch recht weit gestellt, ich traue mich noch nicht die enger zu machen.
Gestern bei Sonnenuntergang habe ich 1/2 Stunde mit nur 1 Kenterung geschafft, und ab und zu konnte ich auch mal zusammenhängend am Paddel ziehen statt immer nur wenige Schläge und dann wieder Stützen. Es wird also besser!
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 08:21
Tolle Bilder, klasse Farbkombination!

Wir haben (was Boote angeht) anscheinend einen ähnlichen Geschmack.

Viel Spaß damit!
Anhänge:
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Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 10:04
Zitat
Ursen
Vielen Dank. Der Sitz (ich nehme an Seriensitz) ist schon in der tiefsten Stufe (Skala -1). Vorne habe ich Fussschlaufen, aber die habe ich momentan noch recht weit gestellt, ich traue mich noch nicht die enger zu machen.

Die Fußschlaufen würde ich schnell durch eine Rolle oder den Pullbar ersetzen (Pullbar ist etwas komfortabler), der Bootskontakt wird damit viel direkter. Bei meinem Ski sind auch Schlaufen verbaut, die werde ich heute auch auswechseln. Birgit Fischer hat mir kürzlich erzählt, dass sie ihre Rolle nach dem Einstieg mit Flügelmuttern extra stramm anzieht, um optimalen Kraftfluss zu haben. Da hat sie zwar Recht, ich fand das aber auf Dauer etwas schmerzhaft. Dennoch schön eng (ca. 5mm Spiel) ist gut, dann hast Du im wackeligen Moment eine Möglichkeit mehr, das Boot wieder unter Kontrolle zu bringen.

Den Sitz würde ich nicht weiter verändern, die erhöhte Position ist ja viel ergonomischer als die tiefergelegte Variante mit Bumfortable o.ä. – zumal die Rotation dann auch wieder eingeschränkt wird.
Eine gute Stabilisierungsmöglichkeit für den Anfang sind übrigens Hantelgewichte, die Du mit Gaffatape unter den Sitz klebst. 2,5Kg-Scheiben haben da schon große Auswirkungen.

Grüße
Matthias
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 11:35
Zitat
Vanderalm
Den Sitz würde ich nicht weiter verändern, die erhöhte Position ist ja viel ergonomischer als die tiefergelegte Variante mit Bumfortable o.ä. – zumal die Rotation dann auch wieder eingeschränkt wird.

Der bumfortable - bist Du mit dem überhaupt schon mal gepaddelt? - ist gerade aus Gründen der besseren Ergonomie/Stabilität (tiefer Schwerpunkt) für lange Strecken in schmalen = mehr oder weniger kippligen Booten entwickelt worden und schränkt meines Erachtens die Rotation nicht ein, jedenfalls nicht in einem Maße, die verhindern würde, dass man mit den Sitz besonders auf längeren Strecken schneller unterwegs sein kann, als mit einem normalen Rennsitz.
Ursen geht es im Moment ja noch darum, überhaupt in dem Boot sitzen zu bleiben, und nicht, einen 200 m Sprint zu gewinnen.

Gruß
Wackelpeter
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 12:24
Ja, ich saß kürzlich mal in einem Inuk(?glaube ich) mit Bumfortable. In der Tat ein komfortabler Sitz, keine Frage, aber in der Rotation fand ich ihn anstrengend, weil er zu viel Kontaktfläche hatte = mehr Reibung. Je höher der Sitz, desto besser außerdem der Hebel mit dem Paddel, daher baut Nelo die Boote ja auch so wie sie sind.
Ist sicher eine Frage der persönlichen Vorliebe, meines Erachtens sollte der Sitz so unscheinbar und Flach wie möglich sein und der Bootskontakt vor allem über das Stemmbrett laufen. Das hat mir auch am Anfang einige Kenterungen beschert, heute bin ich froh drum, nicht mehr so tief sitzen zu müssen.
Grüße Matthias
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 12:49
Matthias hat vollkommen recht. Für eine vernünftige Rotation ist der Bumfortable aufgrund seiner eng anliegenden Form nicht besonders geeignet. Letztlich ist das auch nur ein Wildwasserabfahrtssitz in quitschbuntem Schaum, der vor allem bei mächtig bewegtem Wasser für die nötige Stabilität sorgen soll. Für die Fahrt auf dem See, Fluß oder Küste ist so was in d. Regel überhaupt nicht notwendig. Außerdem ist der Bumfortable von seiner Farbgebung eine Katastrophe und zerstört jedes schöne Bootsdesign.

Um einen besseren Halt für den Anfang zu bekommen, würde es meiner Ansicht nach vollkommen genügen zwei Stege aus feinporigem Schaum (oder Moosgummi etc.) anzufertigen und neben den Sitz zu schieben. Die kann man dann je nach belieben wieder entfernen und sich so langsam an ein Paddeln im normalen Rennsitz gewöhnen. Denn das soll ja schließlichd das Ziel sein. Der zu bequeme Bumfortable kann zu schnell das Ende der Entwicklung darstellen.

BG

Konrad
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 17:59
Hi Urs,
lass Dir zum Bumfortable nix einreden.
Zum Thema Sitz gibt es mindestens so viele verschiedene Meinungen, wie es Modelle gibt.
Ob der Bum was für Dich ist, kannst Du nur herausfinden, indem Du ihn probierst.
Auf jeden Fall ist er auf Langstrecke sehr gemütlich am Arschi, zumindest ich habe im Bum keine Sorgen mit gewöhnlich einschlafenden Füßen und glaub mir, die OberkörperRotation behindert er auch nicht, zumindest nicht im Volkssportbereich.
Aber, obwohl ich den Bum sehr mag, muss ich doch einräumen, dass ein leicht nach vorn geneigter Sitz mehr Druck aufs Paddel bringt.
Bei dir geht es ja erst mal darum, mit Freude und ohne Schwimmeinlagen zu paddeln. Was nützt dir eine ausgefeilte Ergonomie, wenns dich immer ins Wasser schmeisst??!!
Kurz - jeder Sitz hat Vor- und Nachteile, probiere einfach aus, was für Dich gut ist.

Aber noch was anderes:
Mir hilft es immer sehr, meine Stabilität extra zu trainieren. Ein paar Minuten bei Gelegenheit reichen völlig aus. Dazu mache ich gelegentlich 2 verschiedene Übungen.
Ich sitze ohne zu paddeln im Boot und knicke nur die Hüfte nach links und nach rechts. Zunächst kannst du dich dabei am Steg fest halten, später machst du es frei. Dein Oberkörper bleibt aufrecht und Du wackelst einfach nur mit dem Hintern - versuche, wie weit du kommst, am besten, bis das Wasser an der Seite über den Süllrand läuft.
Du kannst die Wackelgeschwindigkeit auch varieren, mit Schwung oder ganz langsam.
Zweite Übung ist.... ich lasse mir einfach Wellen aus meiner ungeliebten Richtung - schräg von hinten oder von der Seite kommen, zB Motorbootwellen. Von diesen lasse ich mich dann, wieder ohne paddeln, einfach duchschwabbeln. Ich balanciere das Boot nur durch den Hüftknick aus.

Na denne, Grüßle aus NordOst
Yossi
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 18:11
Eine aktuell gerne nach der normalen Runde von mir durchgeführte Stabilitätsübung ist, mal nur mit den Handflächen ein paar Hundert Meter in Ufernähe zu paddeln und so auf die ansonsten stabilisierende Wirkung des Paddel komplett zu verzichten. Trotz nicht allzu großer Hände erreiche ich damit eine Geschwindigkeit von locker 5 bis 6 km/h, in der Spitze ca. 6,5 bis 7,5 km/h. Besonders in den Kurven ist das fehlende Paddel in Sachen Stabilität eine Herausforderung.
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 22:06
Hallo Urs,

sag mal,wie kommst du nach dem kentern ins Boot,schaffst du den Wiedereinstieg oder paddelst ufernah und hast die Möglichkeit am Ufer wieder einzusteigen ?Ich habe noch nie einen 51er oder ähnliches gepaddelt,deshalb meine Frage.

VG,Azubi
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
25. Juni 2015 22:08
Vielen Dank für die vielen netten Tipps. Nachdem ich gestern ja in insgesamt 3 Stunden noch unzählige Male im Bach gelandet bin, war es heute schon viel besser. Ich habe die Fusstütze etwa 1 cm näher zu mir gestellt, und die Fusschlaufe eng gemacht. Ueber Mittag 40 Minuten gepaddelt, am Feierabend 30 Minuten, und jetzt vor Sonnenuntergang nochmal 30 Minuten. Und die letzte Ausfahrt war die erste Trockene! Bin sehr stolz! Morgen früh vor dem Frühstück geht's wieder aufs Wasser.
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
29. Juni 2015 12:11
Einfach nur genial, wie du das angehst - Respekt!!!

Wenn du so weiter machst, klappt bald auch die ultimative Balanceübung:
[www.facebook.com]
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
04. Juli 2015 15:57
Glückwunsch Urs, zur Viper, ist ein gutes Boot und das mit der Kippligkeit gibt sich, ganz am Anfang kann man den Sitz auch raus nehmen und die Knie nicht zu steil stellen den wird es wacklieger, Knie ca, Luken höhe,
Viel Spass
Olli
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
14. März 2017 21:31
Wie waren eigentlich die weiteren Erfahrungen bei den Fitnesskajaks bei Euch?
Ursen, kenterst Du noch?
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
14. März 2017 22:36
@ Benat

Schaue mal in den Flohmarkt,da bietet Ursen sein Boot zum VK an.
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
15. März 2017 07:31
Offensichtlich war der Nelo für Ursen doch zu kippelig, was sich in den ersten Schilderungen bereits andeutete.
Es ist wohl doch eher ein Kajak für (ehemalige) Rennsportler...

Ist eigentlich der Streamliner von Lettmann deutlich stabiler und kippsicherer als dieser 51cm-Nelo?
Wer hat beide schon im Vergleich gefahren?
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
15. März 2017 09:13
Moin,
eine Viper hatte ich zwar noch nie unterrm Hintern,aber vergleichbare Boote. Der Streamliner ist meines Erachtens zumindest mit dem Standardsitz ein Wanderboot. Allerdings mit Rennsitz wird auch der Streamliner kippig.
Ich glaube wenn man in die Viper einen Schalensitz ei nbauen würde wäre das Boot deutlich einfacher zu fahren.
Ich hab das Roock-Schmidt Touringboot mit verschiedenen Sitzen gefahren und das ist als wenn man zwei Boote fahren würde.
Ich denke der Sitz ist der entscheidende Punkt und daran scheitern viele ambitionierte Wanderpaddler wenn sie sich ein Fitnessboot kaufen.
Viele Grüße Niwile
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
15. März 2017 11:11
@ Niwile

Stimme dir uneingeschränkt zu. Auf einem Rennsitz benötigt man eine gut ausgebildete Rumpfmuskulatur, welche die nötige Körperspannung aufrecht erhält und das Abknicken der Hüfte verhindert. Das kann in einem Wandersitz nur bedingt trainiert werden.
Re: Fitnesskajak oder Marathonkajak
15. März 2017 20:20
"Ist eigentlich der Streamliner von Lettmann deutlich stabiler und kippsicherer als dieser 51cm-Nelo?
Wer hat beide schon im Vergleich gefahren?"


Fast. Selbst habe ich einen Neumann Escape (= Nelo Razor) und habe ein paar Mal eine Runde in Streamliner gedreht. Die Grundkippligkeit ist geringer, aber der besondere und größte Unterschied ist der, dass der Streamliner eine echte Endstabilität mitbringt. Man kann sich regelrecht am Boot abstützen. Er ist ein echtes aber schon flotteres Wanderboot. Die Variante mit Pinnensteuer fährt sich ganz oderntlich, aber der Steuerblock ist als Tauschteil statt der Pedale eingesetzt und ist im Serienzustand unbrauchbar um Fußschalufen einsetzen zu können.
Beim Escape ist dieses Abstützen am Boot nicht so günstig. Man kann es zwar wenn es ruhig ist, aber nicht in Situationen, in denen man ein Kentern vermeiden möchte. Auch er bringt Stabilität mit, eine gewisse Stabilität, aber der Punkt an dem man umgeht kommt erheblich früher und anfangs sogar überraschend. Man sollte sein Gleichgewicht weitgehend selbst finden und im Fall der Fälle lieber stützen, als sich in den Süllrand zu verbeißen. Inzwischen habe ich mich gegenüber den ersten Beiträgen in den Thread soweit an das Boot gewöhnt, dass ich lieber einen Lancer fahre, wenn es mild wird. Auch er bringt eine gewisse, allerdings noch geringere Stabilität mit. Gleichgewicht hält man, indem man in der Hüfte locker genug ist um bestimmte Unzuträglichkeiten auszuwackeln. Natürlich kann man stützen, aber schnelles und energisches Stützen in Fahrt ist an Vortrieb gebunden. Im Stillstand wird man das Boot bei dem Geplansche vor oder zurückbewegen und der Stützschlag kann seine Energie nicht entfalten. Man muss also das eine oder andere auswackeln können. Da sehe ich eine/meine persönliche Grenze.

Ich glaube wenn man in den Escape oder in die sehr ähnliche Viper einen Rückengurt oder schlimmer noch einen Schalensitz einbauen würde, wäre das Boot quasi unfahrbar. Ich denke, dass ein Sitz nichts weiter sein sollte als die Option sein Gesäß auf einer halbwegs anatomischen Schale zu platzieren, die etwas Widerstand gegen Verrutschen bietet.
Die Rumpfmuskulatur ist wie andere Muskulatur grundsätzlich eine feine Sache und sollte nicht schlecht geredet werden. Das Abknicken im Becken ist bei den allermeisten aber eine Schonhaltung, weil die Bänder hinten an den Beinen sich in Lauf der Jahrzehnte so verkürzt haven, dass man seine Mühe hat. Wenn man bei Dehnübungen Schwierigkeiten hat, mit gestreckten Beinen und ausgestreckten Armen den Boden zu erreichen, zieht es hinten in den Beinen. Das sind die Bänder, die das aufrechte Sitzen bei den Betreffenden erschweren. Kann man dagegen nicht nur mit den Fingerspitzen sondern mit den Handflächen den Boden berühren, wird man diese Probleme nicht kennen. Ein Rückengurt bringt garnichts, weil auch Boote wie der Escape unfahrbar werden, wenn man sich am Boot anlehnen muss. Wenn schon Gurt oder Stütze, dann Fußschlaufen oder Pullbar. Die bringen richtig eingesetzt mehr Stabilität als 4cm zusätzliche Breite.

Chris
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