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Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?

geschrieben von Jonas 
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
17. April 2014 00:11
Vor einer wegen einer Lapalie allzu leichtfertig angesetzten OP in Deutschland gilt zu bedenken, dass in deutschen Krankenhäusern bekanntlich unterduchschnittliche Hygieneverhältnisse herrschen und mehr (angeblich bis zu 10 mal mehr) Menschen in Deutschland durch Krankenhauskeime sterben, als im Straßenverkehr. Ich habe mehrere Fälle in meiner Bekanntschaft, die sich bei einer OP infiziert haben - Folge tw. notfallmäßige Amputation des operierten Körperteils.

Gruß
Wackelpeter
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
17. April 2014 08:23
Hallo Jonas,

als alter Rennfahrer und nach 14 Jahren als Trainer kenne ich das Problem natürlich auch. Das Problem hat, bei den meisten Kanuten, seine Ursache in der muskulären Disbalance zwischen Stark ausgeprägter Brust und Bizepsmuskulatur und relativ schwacher Rotatorenmannschette. Dadurch wird, laienhaft ausgedrückt, der Raum den die Sehne benötigt, zusammengezogen. Bei längerer Belastung kommt es dann zu Reizungen bzw. Entzündungen und als Folge davon Verkalkungen.
Im akuten Fall hilft da als "Sofort"-Maßnahme natürlich ein entzündungshemmendes Mittel ala Diclofenac (vorsicht Magen!) oder ein Kortikoid direkt in die Schulter sowie Kühlung, um erst einmal die Entzündung heraus zu holen und den Schmerz zu beseitigen.
Damit wird jedoch nicht die Ursache beseitigt. Auch eine OP, die - erst einmal- Raum für die Sehne schafft, beseitigt die Ursache nicht, sondern verlagert sie nur, im schlimmsten Fall tritt das Problem ein paar Jahre später wieder auf.
Mein Tipp- tritt mal an die rennsporttreibenden Vereine, egal ob WW- Abfahrt oder Flchbahn, heran und frag mal, nach einem Physio, mit dem sie gute Erfahrungen gemacht haben. Ein Physio, der sich mit der Sportart auskennt, oder am besten, sie selbst betrieben hat, kann sich da auch am ehesten etwas drunter vorstellen. Dann sieh zu, dass Du Brust und Armmuskulatur deutlich aufdehnst und gleichzeitig die Rückenmuskulatur und die Rotatorenmanschette stärkst. Hierzu findest Du einiges im Netz, allerdings gibt es dazu auch sehr gute Literatur. Insgesamt ist das natürlich keine kurzfristige Angelegenheit.... das Problem hat ja auch einige Zeit gebraucht umn sich zu entwickeln winking smiley Ich denke, dass Du da sicher 2- 6 Monate wirst dran basteln müssen- je nachdem, wie Du konstitutionell veranlagt bist... ob Du in der Zeit paddeln kannst... keine Ahnung... allerdings denke ich, dass es besser ist, eher 3 Tage zu viel Regenerationspause zu machen als 3 zu wenig... zu Beginn der Paddelsaison natürlich nicht das, was man gerne hört.... sorry.

Gute Besserung
Karsten
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
17. April 2014 09:14
Hi Karsten,

vielen Dank auch für Deinen Input!

Das mit der dysbalance scheint's zu sein. Wie ich oben geschrieben habe, bin ich momentan massiv am Außenrotation-Trainieren mittels Thera-Band. Dazu dauernd irgendwo an nem Türrahmen dehnen. Ist momentan fast weg... Werde am We mal vorsichtig mit schmaler Klinge paddeln und eher noch nicht rechts rollen... Dann schrittweise Rudern wieder beginnen.... Weiß ja jetzt zumindest auf welche Zeichen ich hören muß...

Gruß

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
18. April 2014 19:46
Hallo Jonas,

immer schön ruhig und auch wenns mal 3 tage nicht weh tut mit Dehnen und kräftigen weitermachen.... das dauert... leider winking smiley

Wird schon...

VG
Karsten
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
07. Mai 2014 16:22
kleine Zwischeninfo:

bin seit zwei Wochen beschwerdefrei. Insgesamt 3 Wochen komplett-Pause mit KG, anschließend Thera-Band bis zum Erbrechen früh 30min und abends locker ne Stunde für Außenrotation, langsames Anpaddeln mit schmalem GP, erste vorsichtige Rollversuche, Rudern mit Mini-Widerstand und Baby-Strecken scheinen es zu bringen... viel Dehnen zwischendurch...

Mal sehen, wie Steigerung der Intensitäten sich auswirken... bin vorsichtig optimistisch, daß es wieder wird...

Scheint eine Disziplin-Sache zu sein: erst diszipliniert gar nix machen, dann diszipliniert Baby-Kram...

Gruß

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
08. Mai 2014 00:42
Aus meiner therapeutischen Erfahrung sind folgende Probleme mit ursächlich:
- ICV Klappensyndrom
- CMD, zu ca. 80 % immer beteiligt
- nicht behandelte Blockierungen der HWS und der ISG
- Nährstoffdefizite
- weitere Faktoren gibt es natürlich noch

Die Folge ist immer chronische Entzündung der Gelenkstrukturen, die den individuellen Schwachpunkt darstellen.
Dies habe ich hundertfach in der Praxis gefunden. Die Option der OP bleibt ja immer noch.
Matthias
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
08. Mai 2014 07:21
SEB...

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
08. Mai 2014 07:28
Jonas, Du hast eine PN,
Gruß Bernd
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
08. Mai 2014 07:50
Hi Bernd,

vielen Dank für die Nachricht!

Stell doch diese Info hier offen rein... hilft allen, die ggf das gleiche Problem haben...

Gruß

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
17. Mai 2014 15:37
Rückschlag...: nachdem Rudern und Paddeln wieder einigermaßen ging, eine einzige Einheit Rollen mit einigen Handrollen rechts (eigentlich nur Rückhand, was ich als harmloser eingestuft hatte...) und schwupps, schmerzt es und schnappt es wieder... @#$%&e!

Das gemeine ist: während der Rollerei merkt man es nicht... und nachts dann...

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
21. Mai 2014 08:52
.... und ich sach noch... "immer schön ruhig"...

Gute Besserung!
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
21. Mai 2014 08:56
Karsten,

du weißt doch.Das Küken will im schlauer sein als die Henne winking smiley

VG,Azubi
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
22. Mai 2014 22:39
thumbs up smiley

... bin ja selbst nicht anders gepolt... spinning smiley sticking its tongue out
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
22. Mai 2014 23:27
Was hilft? Bei mir begann es im August 2011 mit der Tunnelrutsche im Hallenbad von Mo I Rana in Norwegen. Die ängstliche Tochter saß schon auf dem Schoß, die Fahrt sollte losgehen und ich glitt aus. Mit einer Hand hielt ich mich am oberen Tunnelrohr fest und es folgte in der linken Schulter ein Geräusch, als würde eine Jeans im Schritt durchreißen.
Jahre später gab das stets links getragene Söhnchen seinen Rest dazu. Nun bin ich - nach vielen anderen Versuchen - bereit für die OP. Besser ist es nur, wenn ich mit Gehstöcken gehe, im Winter mit Skistöcken eine mies-schwere Pulka durch die nassen Klebeschnee ziehe, wenn ich mehr stech- als doppelpaddele. Aber Jobs in der Tätigkeit sind selten. Langer Rede Ende: Stockeinsatz beim Wandern und Skilanglauf, dass ist für mich wie Urlaub vom Schmerz. Auch so: das ungedreht genutzt Mergner Distance L hilft auch (Lend(t)als Ergo hilft nicht wirklich).
Anonymer Teilnehmer
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
23. Mai 2014 07:30
Ich bin jetzt zu faul alles durchzulesen. Vielleicht hats noch keiner erwähnt: Wenn man es mit Dehnen schon einigermaßen in den Griff bekommen hat, hilft eventuell Rückwärts Paddeln den Status Quo zu halten oder das Ungleichgewicht zu verbessern. Kann man ab Ende des Trainings als spassige Übung einbauen und dann spielerische Rückwärtskurven paddeln, seitlich mit spiegelverkehrtem Druckruder versetzen rückwärts....wenn geradeaus zu langweilig wird. Wenn ich mit langsamen Paddlern unterwegs bin fahre ich immer ein Stückchen rückwärts die Schwentine hoch oder runter...etc. das ist dann gar nicht so leicht mitzuhalten....und macht sogar Spass....auf jeden Fall mehr Spass als Rotatorenübungen mit dem Gummiband....
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
23. Mai 2014 09:30
Moin Jonas
ich kann nur noch mal auf das oben bereits geschriebene verweisen....Op.
Wenn das Leben seine Spuren nicht auf den Körper zeichnet, so zeichnet der Verzicht auf die Begeisterung sie auf die Seele.
Oli
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
23. Mai 2014 09:44
langsam tendiere ich in die gleiche Richtung... Problem: in drei Wochen Dänemark, im August Irland... da werde ich mich rüberretten müssen... dann vieleicht OP im Herbst. Probiere aber noch einen anderen Physio vorher...

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
23. Mai 2014 11:06
Jonas schrieb:
-------------------------------------------------------
> Rückschlag... [...] eine einzige Einheit Rollen mit einigen Handrollen rechts [...] und schwupps, schmerzt es und schnappt es wieder...


Deine Wintervideos im Hinterkopf ...
... was ist bei Dir eine Einheit Rollen? Vielleicht das Rollen als Rettungsmittel und nicht als Kunstform betrachten?

Berlin-Spandau • Schullckes N°1 • GP • Klepper Tramp • Hammer Team 2000 • Lettmann Combi 2000 • Chesapeake 16 • Half Godthab • absolut beginner since 2009 • SaU N° 2108 • Seebefähigung 2012
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
23. Mai 2014 11:49
ein bis zwei Stunden Rollen... im vorliegenden Fall vielleicht insgesamt 100 Rollen, davon vielleicht 30 rechts, davon wiederum 15 Handrollen Rückhand... d.h die Killer storm-roll per Hand und solche Geschichten waren noch nichtmal dabei...

Hat mit der Rettungsform also nicht mehr viel zu tun ;o) Die Feld-, Wald- und Wiesenrolle sitzt ;o)

Jonas
Re: Impingement Syndrom... Erfahrungen? Therapie?
23. Mai 2014 11:49
Hallo Jonas,

wenn ich in deiner Situation wäre würde ich folgendes tun...

Diagnostik:
- Muskelfunktionstest
- Bewegungsanalyse
- Ultraschallbilder
- MRT/CT
- Spiegelung

dann auf zur
Differenzialdiagnostik:
- Sportphysiotherapeut
- Orthopäde
- Chirurgie
- inkl. second opinion

Therapie:
- Physiotherapie, dann ggf.
- OP
- und wieder Physio...

Langfristig:
- Änderung falscher stereotypischer Bewegungsmuster
- Schwerpunktverschiebung beim Sport (weniger Rollen, mehr paddeln :-))

Was ich nicht tun würde... hier im Forum auf adäquate Hilfe setzen...

Viel Erfolg!



bg lars
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