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Mehrwöchige Seekajaktour

geschrieben von Weckservice 
Mehrwöchige Seekajaktour
27. Februar 2017 14:01
Hallo zusammen,

Ich habe schon länger Tagestouren mit diversen Kajaks gemacht und habe nun vor eine längere mehrwöchige Tour mit einem Seekajak zu machen.
Prinzipiell bin ich durch Segeltouren und Trekkingtouren schon Wander/"Seefahrts" erfahren aber ich wollte mal ein paar Fragen stellen.

Grundsätzlich erstmal zu mir:

- 190cm
- 80kg

Anforderungen sollten sein:

- seetauglich
- geräumig und hohes Ladevolumen
- eher robust und langlebig statt besonders leicht und sparsam
- mit Expeditionsausrüstung habe ich gute Erfahrungen gemacht, preislich bin ich flexibel, aber durchaus auch gewillt mehr Geld auszugeben.

Ein paar Marken/ Modellvorschläge wären sehr hilfreich, denn momentan fühle ich mich von der Fülle erschlagen.
Lettmann ist zufälligerweise in der Heimatstadt meiner Eltern, das heißt dem Laden werde ich auf jeden Fall einen Besuch abstatten; gibt es da empfehlenswerte Modelle?


Ich bedanke mich schon im Voraus für Hinweise, Tipps und Fragen, die ihr mir stellt.

Liebe Grüße Weckservice
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
27. Februar 2017 15:12
Mit deiner Grösse und deinem Gewicht dürftest du in fast alle Seekajaks passen. Wo Hersteller mehrere Grössen zur Auswahl geben, wäre wohl die Mitte das Kajak deiner Wahl - ausser wenn du sehr grosse Mengen an Gepäck mitführen willst.

Weiter kann man dir nicht helfen. Da du weder etwas zu deiner Paddelerfahrung, noch zu deinem Revier sagen kannst/willst, wäre jedes weitere Wort Spekulation. Vier Wochen Lofoten oder Schotlands Westküste im April stellen in jeder Hinsicht andere Anforderungen an den Paddler und Material als zwei Wochen Kroatien ende August.
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
27. Februar 2017 15:52
Der NDK Explorer Standard oder HV ist sicherlich einen Blick wert.

Es gibt vermutlich nicht viele Boote auf dem Markt die auf aehnlich vielen Mehrtagestouren/ Expeditionen benutzt wurden. Damit machst Du, unabhaengig von Deinen genauen Plaenen, recht wenig falsch.

Egal fuer welches Boot Du Dich entscheidest, versuch auf jeden Fall das Boot ueber einen laengeren Zeitraum Probe zu paddeln. Nichts ist schlimmer als am 2. oder 3. Tag deiner Tour herauszufinden, dass Du beispielsweise mit dem Sitz nicht klarkommst....
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
27. Februar 2017 20:07
Moin, den Explorer fahre ich selber auch, für mich auch ein sehr taugliches sicher zu fahrendes Kajak. Ich würde aber, wenn es noch mehr Volumen sein soll, auch einen Blick auf die Boote werfen, mit denen Freya Hoffmeister unterwegs war. Epic x18 und Point 65 "Freya". Lt Webseite hat sie auch einen Lettmann Speedliner gepaddelt, Bei entsprechendem Können offensichtlich taugliche Expeditionsboote. Die Diskussion Steuer ja/nein mal außen vor gelassen.

Gruß, Tillmann
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
28. Februar 2017 12:22
bei 190 cm musst du die Boote dringend Probesitzen, falls du die Beine im Sitzen ins Boot bzw. aus dem Boot heraus bekommen möchtest.

Eine mehrwöchige Paddeltour mit regelmäßigen Einkaufsmöglichkeiten unterscheidet sich in Bezug auf die Ausrüstung so gut wie gar nicht von einer mehrtägigen Tour. Wenn du für mehrere Wochen Lebensmittel und teils auch Wasser mitnehmen möchtest brauchst du ein größeres Boot als du es sonst kaufen würdest. In der Regel dann auch anderes Reparaturmaterial einen Satelliten gestützten Notfallsender etc.

Ich denke shovelhead liegt da richtig. Wenig Infos --> viel Spekulation und wenig Rat.
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
28. Februar 2017 13:33
Für dieses Jahr plane ich eine vierwöchige Seekajaktour an der Ostseeküste. Seit 18 Jahren habe ich in Europa Seekajaktouren bis zu 2 Wochen gemacht. Insofern ist das jetzt neu. Für die Ausrüstung gilt grundsätzlich, weniger ist mehr. Es ist gar nicht so leicht, gute Entscheidungen bei der Auswahl des Equipments zu treffen. Mit der Zeit bilden sich Erfahrungen heraus. Die sind sehr individuell und nicht wirklich für jeden, der Gleiches tut, allgemein zu empfehlen. Das muss man selbst herausfinden.

Die Versorgungslage ist in ganz Europa gut, so dass es kein Problem darstellt, unterwegs an den Küsten Nahrungsmittel und Trinkwasser zu ergänzen. In Binnenbereichen ist das noch leichter. In Mecklenburg und Brandenburg z.B. kann man locker 2 Monate am Stück unterwegs sein und ist immer noch nicht überall vorbeigekommen. Versorgung ist da kein Problem.

Weckservice, ich kann Dir nicht sagen, welche Auswahl Du treffen solltest, denn dafür hast Du zu wenig Informationen geliefert. Ich kann Dir nur mitteilen, wie ich es angehe.

Da Du Ähnliches vorhast, sollte es bei der Auswahl des Seekajaks ein Tourer mit einem Volumen so um die 350 l sein. 20 l mehr oder weniger schaden nicht. Viel wichtiger ist, der Sitz muss passen, wenn man wochenlang ganze Tage im Kajak verbringt. Der Kajak sollte einen ausreichenden Kielsprung haben, wenn Du an offenen Küstenabschnitten unterwegs bist.

Ich selbst wiege etwa 100 kg und bin 1,85 m groß. Der Kodiak von Prijon war jahrelang mein guter Begleiter, hat aber keinen Kielsprung und ist mir inzwischen mit 390 l viel zu voluminös. In Binnenbereichen spielt das keine Rolle, an der Küste passt das nicht.

Nach langem Testen und Suchen habe ich mich für den Magellan HV von Lettmann entschieden und bin seit 9 Jahren sehr zufrieden. Er ist ein echter Tourer, hat Kielsprung, kann mit 367 l sehr gut laden und ist mit 5,50 m Länge immer noch wirklich schnell. Durch seine flache Bauweise hat er wenig Windangriffsfläche. Sein Unterschiff hat mit geschickter Kombination aus V- und U-Spant ein erstaunliches Sicherheitspotential und ist aus meiner Sicht den Herausforderungen von Kabbelwasser und Brandung gut gewachsen.

Es muss kein Lettmann sein, andere können es mindestens genau so gut z.B. der Habel IV von Pietsch & Hansen. Wenn ich nochmal wechseln sollte, wird es vielleicht ein Habel IV. Den gab es damals noch nicht. Ein integriertes Steuer ist die bessere Wahl. Freunde von mir sind mit dem Habel IV auf meinen Touren seit Jahren regelmäßig dabei. Erfahrungen findest Du hier.

MlG Hans-Hagen

werschnellerlebtistfrüherfertig
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
01. März 2017 20:12
Hallo, danke erstmal für die Nachrichten.

In einer früheren Version des Textes hatte ich auch noch stehen, dass ich das "blaue Band" in Schweden paddeln wollte, also die gesamte schwedische Küste entlang (oder je nachdem wie weit ich komme).

Doch kann man die Kajaks wirklich auf den Binnengewässern auf Tauglichkeit testen?
Ich habe mir ein Kajak angeschaut (Artisan) und bin damit eine Stunde auf einem Baggersee gepaddelt.
Es lies sich schwerfälliger steuern, als ich das bei anderen Kajaks in Erinnerung hatte, ich kam aber ziemlich gut zurecht. Ein Fazit oder gar eine Tendenz zur Kaufentscheidung kann ich leider gar nicht daraus ableiten, denn dafür hatte ich viel zuwenig Zeit und nicht die richtige Umgebung.
Wie würdet ihr eine Kaufentscheidung treffen?

Liebe Grüße
Weckservice
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
01. März 2017 20:23
"kann man die Kajaks wirklich auf den Binnengewässern auf Tauglichkeit testen?" - ein Test auf dem Baggersee gibt Dir nur wenig Anhaltspunkte darüber, ob Du dann mit dem getesteten Seekajak längere Wanderungen an offenen Küsten machen kannst. Du kommst nicht umhin, Deine Test's unter realen Bedingungen vorzunehmen, wenn Du einen Fehlkauf vermeiden möchtest.

MlG Hans-Hagen

werschnellerlebtistfrüherfertig
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
01. März 2017 22:05
Einige Kajaks lassen sich auf Plattwasser sehr mühsam paddeln, werden aber richtig fröhlich, wenn das Wasser bewegter wird. Ich habe mehrere Kajaks, die sich so verhalten. Ob das beim Artisan so ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Schön, aber, daß das Probepaddeln so schnell geklappt hat.

Gruß Anke


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Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 09:33
Zitat
Weckservice
.... viel zuwenig Zeit und nicht die richtige Umgebung.
Wie würdet ihr eine Kaufentscheidung treffen?

Probepaddeln über zwei Stunden ist besser als nichts, verrät aber nicht, wie gut oder schlecht man sich an das Boot gewöhnen kann.
Simuliertes Gepäck besteht oft aus Backsteinen in Tennissocken, Hantelscheiben oder ähnlichem Kram, der den Schwerpunkt angenehm nach unten legt. Du wünschst Dir aber Platz für voluminöses Gepäck, nicht für schweres.
Unter realistischen Bedingungen? – also mit wenig und mit viel Wind, mit kurzen kabbeligen Wellen, Kreuzseen, langen hohen und noch längeren nicht ganz so hohen Wellen, steilen Wellen die sich brechen, böigen Winde, die in vereinzelten Verschneidungslinien unters rechte (resp. linke) Wingpaddelblatt wehen, ... Zu manchen Jahreszeiten wird man das in sechs Wochen nicht erleben, womit man doch wieder schwerstens Richtung (Fehl-)Kauf schreitet, wobei ich ein Boot, das schnell langweilig wird auch als Fehlkauf verbuchen würde.

Wenn du per Auto oder Bahn überall anreist, wo Du an Küsten NDKs, Lettmänner, Prijons, Neumänner, Francesconis, Wallhornpäsers (schreibt man die so?), Valleys, usw. usw. dazu den einen oder anderen Vaa, den einen oder anderen OC, usw. testen willst, wirst Du nie fertig und hast für Deine Reisen mehr ausgegeben, als Du beim Verkauf der nächsten Drei Boote an Wertverlust haben wirst.

Ich würde gerade deswegen was Gebrauchtes kaufen und würde mit einem Auge auf Downwind-/Onewaytouren in Schweden einen Falter in Betracht ziehen. Mit Betracht auf Robustheit und Ausgewogenheit einen NDK. Trotzdem kommen für jedes Revier und für jeden Padddler mindestens fünf 100%ig optimale, aber völlig unterschiedliche Boote in Frage, von denen er höchstens drei mögen wird. Lesen verschafft einen Überblick, aber sog. unabhängige Tests haben aus gutem Grund den Ruf, viel Hofberichtserstattung zu betreiben. Deswegen finde ich vielfältige geteilte Erfahrungen in Foren wichtig. Auch da würde ich mir den einen oder anderen Beitrag nochmal auf der Zunge zergehen lassen, bevor ich mich etliche Stunden in den Zug oder ins Auto setzen würde.

Chris


ps.: es windet gerade, gut um nach Lee zu rollen drinking smiley
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 14:11
"wird man das in sechs Wochen nicht erleben" - Wind und Wellen im Augenblick fast täglich, wohne selbst an der Küste. Im Übrigen empfehlt hier fast jeder das, was er paddelt oder gepaddelt hat. Was sollte er auch sonst empfehlen?

Hans-Hagen

werschnellerlebtistfrüherfertig
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 15:58
Moin!


Zitat
Weckservice
Doch kann man die Kajaks wirklich auf den Binnengewässern auf Tauglichkeit testen?
Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen: Nein.

Ein Beispiel: Meine Freundin hatte einen Nautirad Narak als Seekajak. Neben großen ergonomischen Problemen (die aber erst nach ein paar Stunden Fahrt auftraten), war ein großes Problem, dass man das Teil nur mit einer sauberen Technik ohne Steuer gut fahren konnte. Dann ist sie den NDK Romany Classic gefahren und hatte sich das Boot spontan gekauft, weil's ergonomisch perfekt passte und sich leicht drehen ließ. Allerdings ist sie mit dem Boot verzweifelt, wenn Wind & Welle von schräg hinten / vorn kam. Sie hat jetzt einen NDK Pilgrim Expedition und kommt damit super klar. Sprich: Man muss ein Boot intensiv in verschiedenen Gegebenheiten testen, um festzustellen, ob's passt.

Ich habe übrigens bei vergleichbaren Dimensionen zu Dir (189 und 80 kg ++ ;-) ) einen schon erwähnten NDK Explorer HV und bin immer damit sehr gut zurechtgekommen.


Marc
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 17:23
[www.havspaddlarnasblaband.se]

Schau mal welche Kajaks Andere für das blaue Band benutzt haben.
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 18:22
Aus der Liste, welche Boote andere genutzt haben, lassen sich wohl kaum Rückschlüsse ziehen. Die Liste umfasst Kajaks von unter 5 m bis fast 6 m und auch im Volumen sind schätzungsweise gute 100 Liter Differenz zwischen manchen Booten. Dabei sind sportliche Renner genauso wie gemütliche Pötte.

Die einzige Aussage, die auf Grund der Liste zu machen ist, man kann eigentlich jedes Boot verwenden.

In wie weit man Rückschlüsse für sich ziehen kann, wenn man auf Binnenwasser ein Seekajak testet, ist sicher auch sehr individuelle verschieden. Das ist auch abhängig von der eigenen Erfahrung, den Fähigkeiten und auch der Erwartung. Ich denke nicht, dass viele eine Kaufentscheidung erst nach tagelanger Fährt auf windiger See treffen. Die meisten kaufen ihr Boot nach einem Test auf Binnenwasser. Manche sitzen nicht mal lange genug im Boot um beurteilen zu können, ob sie es den ganzen Tag im Boot aushalten.
Bislang habe ich auch nur einmal eine Testfahrt über eine Woche auf der Nordsee gemacht. Das Boot habe ich dann nicht einmal gekauft, wobei ich es heute wahrscheinlich sofort nehmen würde, wenn es mir angeboten wird. Meine Erwartungen an ein Seekajak waren damals einfach andere und der Preis spielte auch eine Rolle.

Nach Testfahrt eines Kajaks kann man immerhin feststellen, das Boot ist nichts für mich, oder das Boot kann was für mich sein.
Ob das später noch immer gilt, das zeigt dann die Erfahrung, die man macht.

Gruß, Ulf
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 19:10
Weckservice,
Du schriebst oben, Du haettest schon einige Tagestouren mit verschiedenen Kajaks gemacht.
Vielleicht weist Du noch was fuer Modelle das waren? War da eins dabei mit dem Du besonders gut zurecht gekommen bist?

Eventuell kann man das Feld dadurch ja etwas eingrenzen...
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
02. März 2017 21:41
Es gibt viele Wege zu seinem persönlich perfekten Kajak.

Bei meinem vorletzten Kajak habe ich irgendwann mal zufällig eine Probefahrt in einem solchen Kajak gemacht (zwar Salzwasser aber Ententeich und wohl nur wirklich vielleicht ne viertel Stunde) und war sofort begeistert. Da es nicht mehr gebaut wurde und ich vor allem nicht das nötige Kleingeld hatte, habe ich jahrelang nach einem gesucht, bis es mir endlich über den Weg lief. Das habe ich dann nahezu blind gekauft - ok, es war von einem Bekannten für wirklich wenig Geld. Ich bin das Boot sehr viel gefahren und nun wartet es darauf, bis eins meiner Kinder darin Platz hat.

Der Weg zu meinem jetzigen Kajak hingegen dauerte sehr sehr lange. Ich habe drei Jahre immer wieder Boote getestet und mich in alles greifbare in meinem Volumenbereich gesetzt. Ich habe mich in ein Boot verliebt und es mehrfach Probegefahren um dann festzustellen, daß ich diesen Traum begraben muß. Bei Booten einiger Hersteller brauchte ich mich nur im Trockenen reinsetzen um festzustellen, daß sie mir nicht passen. Valley und NDK gehören da genauso zu wie Kajaksport (jetzt Micks Kayak). Meine Anatomie paßt viel besser in NorthShore und P&H Boote. Bei diesen Herstellern habe ich dann weiter geguckt und verschiedene Boote probegefahren. Ich paßte in alle sehr gut, aber die Fahreigenschaften waren sehr unterschiedlich. Auf mein jetziges Boot bin ich durch die Abbildung in einer Anzeige gekommen. Ich habe umgehend eine Probefahrt vereinbart (auf der Unterelbe) und habe anschließend mein Boot bestellt. Das habe ich bis jetzt nicht bereut.

Will sagen, vielen passen Boote von NDK, Valley, P&H und wie sie alle heißen. Aber nicht allen. Ich kann den Cetus sehr empfehlen, kenne aber nur den LV. Was ich empfehlen kann ist vielleicht eine Volumenklasse in der man schauen kann oder sollte. Oder ich kann Hinweise geben, wo Boote zu verkaufen sind oder wo welche probegepaddelt werden können. Nur auf einen Hersteller hinzuweisen finde ich persönlich ein bischen zu einseitig, vor allem, da die Palette wirklich nahezu unübersichtlich ist. Vor allem im großvolumigen Bereich.

Wenn Du lange Strecken auf bewegtem Wasser fahren möchtest, dann ist ein Boot, welches sich mittels Skeg gut trimmen läßt sicherlich einen Blick wert. Boote, die trotz Skeg sehr hin und her flippen sind in meinen Augen etwas anstrengender. Ich persönlich mag Boote, die nicht bei jeder doch so kleinen Bedingungsänderung eine Skegkorrektur benötigen. Ich korrigiere dann lieber mit Paddeltechnik oder leichtem Durchschieben des Paddels.

Schaue ich mir die Liste an, dann ist der Artisan einige Male im guten Mittelfeld vertreten. Allerdings ist da auch der Iceflow vertreten. Meines Wissens ist das aber ein eher spezieller Gradeausläufer. Wie Ulf schon schrieb - Alles scheint möglich.


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Re: Mehrwöchige Seekajaktour
03. März 2017 00:00
Hallo,
da die Menschen nicht normiert sind, passt eben nicht jedes Boot zu jedem.
Für mich gab es bisher kaum ein Boot, wo ich zum gut Sitzen nicht mindestens einen halben Tag investiert habe.
Ein WW Boot hat auch mal einen laminierten Sitz erhalten der dann noch genau ausgefittet wurde, weil der Rumpf eine gute Form hatte, aber der Sitz für eine Walross gereicht hätte. Das Boot wurde mir geklaut angry smiley

Für mich heisst das, passt mir die Bootsform und habe ich genug Platz für mein Laufwerk, baue ich mir halt alles zurecht. Das gibt viel Arbeit aber man macht in der Zeit nichts dümmeres.
Dafür kann ich dann stundenlang in der Kiste sitzen ohne eingeschlafene Beine und ohne zu leiden.
Das wäre die Option, wenn ein gutes Boot von der Einrichtung her nicht passt.

Prügelt jetzt nicht auf mich ein, für lange Touren, nur ein Boot mit Steuer, spart viel Kraft wenn mal einen mühsamen Kurs halten muss. Man muss aber ohne Paddeln können, ich hatte auch schon eine gebrochene Steuerleine bei gut 3 Windstärken. War aber selber schuld, habe das Boot 11 Jahre vorher gebaut und die Litzen nie kontrolliert. Also, auch immer ohne Steuer Trainieren.

Viele Grüsse, Paul
Re: Mehrwöchige Seekajaktour
03. März 2017 05:59
Hi,

ich werfe hier auch mal den Falter in den Raum. Ich will so ähnliche Touren machen wie Du und habe mir einen der letzten verbliebenen Feathercraft Herons gekauft. War ein Ausstellungsboot und daher "recht" günstig. Mit dem Heron. der 185 kg Zuladung haben soll, kann ich solche Touren mit viel Nahrung und Trinkwasser an Bord machen, obwohl ich mit meinem fast zwei Zentner nicht gerade leicht bin.

Mit den Feathercraft werden gerne Expeditionen gemacht und hin und wieder tauchen welche auch gebraucht auf. Ansonsten gibt es auch von Klepper und Pouch HV-Boote.

Mit Faltbooten ist es zwar schon eine schöne Schlepperei, aber man kann damit schöne Touren realisieren, die man Festbooten schwieriger sind.
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